1. – 4. Schuljahr

Rezensionen

Stefan Eberherr/Thomas Loeffl:
Das große Limpert-Buch der Zirkuskünste und Akrobatik.
Limpert Verlag 2013.
Stefan Eberherr und Thomas Loeffl geben in ihrem Buch eine grundlegende theoretische Hinführung und vielfältige praktische Hinweise auf akrobatische und auf die Welt des Zirkus bezogene Aspekte und Übungen. Sie stellen damit das für den Grundschulsport sehr attraktive Thema Bewegungskünste praxisbezogen vor. Dazu führen die Autoren in ihrem Praxisbuch differenziert die Themen Akrobatik, Handgeschicklichkeiten, Äquilibristik (das Spiel mit dem Gleichgewicht), Luftartistik, Bewegungstheater aus und widmen sich abschließend auch der Frage, wie man „von der Idee zur Präsentation kommt.
Zirkuselemente und Akrobatik erweitern die Handlungsoptionen im Grundschulsport systematisch. Alle angesprochenen Bewegungskünste sind dazu geeignet, die Bewegungslust der Kinder zu wecken. Sie zielen aber nicht nur auf die Förderung des bewegten Lernens und der motorischen Kompetenzen, sondern auch auf die Präsentationskompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Deren Vermittlung lassen sich mit den Bewegungskünsten und ihrer Darstellung vor einem Publikum gut verbinden.
Bewegungskünste bereichern den Sportunterricht im Klassenverband, und sie können in altersgemischten Sportprojekten oder Sportarbeitsgemeinschaften etwa an Ganztagsschulen eine große Rolle spielen.
Elke Gramespacher
Michael Blume:
Akrobatik mit Kindern und Jugendlichen
Meyer & Meyer Verlag 2017.
Das Buch, das mittlerweile in seiner 10. Auflage erschienen ist, kann als Klassiker im Bereich der Akrobatik mit Kindern und Jugendlichen gelten. Es stellt eine fachlich fundierte und inhaltlich differenzierte Grundlage für den Bau von Partner- und Gruppenpyramiden im Anfänger- und Fortgeschrittenenbereich dar.
Die Gliederung des Buches trägt hierzu wesentlich bei, denn Michael Blume stellt im ersten Teil (S. 17 – 59) zunächst sehr praxisorientiert die wichtigsten didaktisch-methodischen Grundlagen des Pyramidenbaus vor. Er geht auf die besondere „Erlebniswelt der Akrobatik sowie biomechanische Grundlagen des Pyramidenbaus ein und gibt ebenso Hinweise zum sicheren Einstieg in den Akrobatikunterricht wie in die Gestaltung einer Aufführung. Im zweiten Teil des Buches (S. 60 – 186) führt der Autor ganz konkret und ausführlich in die inhaltliche Vielfalt des Pyramidenbaus ein. Neben vorbereitenden Übungsformen sowie Varianten der Zweier-Bankpyramide werden einfache und komplexere Pyramiden für vier bis acht und mehr Personen vorgestellt. Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass Blume wertvolle Hinweise zum Auf- und Abbau der Pyramiden gibt, die Lernenden die Erarbeitung der Pyramiden erleichtern können. Jede der vorgestellten Übungen und Pyramiden wird zudem anhand von Fotos und ausgesprochen gelungenen Illustrationen veranschaulicht.
Kritisch ist allerdings anzumerken, dass die für den Bau einiger Pyramiden notwendige Hilfe- und Sicherheitsstellung nirgends ausführlicher dargestellt wird. Mit Blick auf den Akrobatikunterricht mit Kindern im Grundschulalter ist zudem zu bedenken, dass diese drei- oder mehrstöckige Pyramiden in der Regel nicht selbstständig sichern können.
Dennoch ist das Buch aber für Lehrkräfte, die Akrobatik in der Grundschule unterrichten wollen, zweifellos sehr zu empfehlen.
Andrea Menze-Sonneck

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